In fünf Tagen zwei Mal durch vier Kontinente

Montagabend im Grande Salle des „Centre Pompidou“ in Paris (Festival d’Automne) spielten wir die französische Erstaufführung des gesamten Tiepolo Zyklus’ von Hugues Dufourt. L’Afrique, l’Asie, l’Europe und l’Amérique, alle 4 Kontinente inspiriert durch Tiepolos Deckengemälde in der Würzburger Residenz, musikalisch durchquert vom ganzen Ensemble in 95 Minuten.....

Wie bei solchen „Expeditionen“ notwendig ist eine gute logistische Vorbereitung. Ein riesen Kompliment an meinen Kollegen Christian, der die riesigen, verschiedenen Schlagzeugaufbauten Zentimeter genau plante und aufbaute, ansonsten wäre eine Realisierung ohne Umbaupausen nicht möglich gewesen. Für das ganze Ensemble ist der Zyklus instrumental und musikalisch eine sehr große Herausforderung. Die Kräfte müssen, wie bei einer sehr anstrengenden Bergtour, sehr gut eingeteilt werden. Wir waren alle sehr glücklich über eine wirklich sehr gut gelungene Aufführung und die enthusiastische Reaktion des Publikums und einen glücklichen Hugues Dufourt! Nun sitzen wir im Flieger nach Wien, morgen, Freitag, geht es noch einmal durch alle Kontinente (Festival Wien Modern) – wir fühlen uns wie nach einer Bergtour, die gleich 3 Tage später wiederholt wird. Wir wissen um die Anstrengung, die kritischen Momente und die Herausforderung, haben aber auch die gelungene erste Tour im Kopf. So sind wir freudig gespannt auf die morgige Tour, im Museumsquartier in Wien und auf das, was wir diesmal gemeinsam erleben werden.