Don't fence me in

Pierluigi Billone und Nicolaus A. Huber verbindet der Anspruch, den Hörer und seine Ohren durch ihre Musik von Erwartungen zu befreien, die Hör-Situation mit eingeschlossen. Durch Konzepte, in denen die Verteilung der Musiker im Raum eine substanziell wichtige Rolle spielen, fallen den unerwarteten Klängen und Geräuschen an überraschenden Ablaufstellen besondere Aufgaben zu. Die Interpreten sind gefordert, sich aus gängigen Positionen zu befreien, und die Hörer, ihr eigenes Zögern, nein, nicht zu überwinden, sondern als ‚mitkomponiertes’ Element zu erkennen.

Mit auf dieser CD: vor zwei Jahrzehnten begann das ensemble recherche damit, Komponisten um Stücke für die drei Holzbläser zu bitten. Nicolaus A. Huber schrieb den hinreißenden ‚Prototyp’ – und die Latte lag von da an hoch!

Als Pierluigi Billone den unter Claudio Abbados Vorsitz verliehenen Wiener Kompositionspreis erhielt, formulierte Helmut Lachenmann die Begründung:

 

„Der Weg der Befreiung des mehr denn je verwalteten, zementierten, standardisierten Hörens führt jeden Komponisten, der sich dieser Lähmung entgegenstemmt, auf andere Weise in Zonen dessen, was ich emphatisch ‚Nicht-Musik’ nennen möchte, weil dort die vertrauten Hörkategorien außer Kraft gesetzt zu sein scheinen.“

Unser CD-Paket des Monats:

Huber N.A.: Seifenoper (Coviello)
Billone: ME A AN (stradivarius)

Für zuammen 15 € bei uns erhältlich.